Beijing – 40° C und die grosse Mauer

China '13

Also, das Olympia Zentrum ist im wahrsten sinne des wortes in wasser gefallen. als wir gerade in die metro gestiegen sind, war es noch bewölkt, aber nach 30 min fahrt haben wir uns zum ausgang bewegt und mussten leider sehen, dass es in strömen geregnet hat…
also wieder rein in die metro und noch die 600m zum hotel durch den regen gekämpft. nach dem etwas härteren tag gestern haben wir heute sonst auch nicht mehr viel gemacht. die sachen für die transmongolische sind schon gepackt und morgen früh geht es um 700 los zum bahnhof…

nachdem wir am vortag uns einige möglichkeiten rausgesucht hatten, wie wir denn zur mauer kommen, haben wir uns für den bus entschieden. so früh wie möglich wollten wir am bushof sein um den massen zu entgehen. 600 ging der wecker, kurz vor 700 waren wir dann am bus. aber leider auch gefühlt der rest der stadt. samstag morgen um 700 war schon die hölle los. aber da wir am sonntag nicht wieder und vor allem noch früher aufstehen wollten, mussten wir da einfach durch.
also angestellt und nach ca. 40 min waren wir auch schon im bus. wenn einer voll war, fuhr der nächste vor. die dinger standen schlange, genauso wie wir es taten. dazu wurden die busse natürlich gnadenlos vollgestopft. wir hatten zum glück noch einen sitzplatz ergattert…
das bekannte mauerstück ist ca. 60km ausserhalb von beijing. gerne hätten wir uns auch ein weniger bekanntes stück angeguckt, dass nicht restauriert wurde, aber dorthin zu kommen kann auch gerne mal 5-6 stunden dauern und dazu hatten wir in beijing leider nicht die zeit und definitiv auch nicht mehr die nerven!
also ging es nach badaling. das bekannteste und auch leider meist besuchte mauerstück im umfeld von beijing. die fahrt dauert ca. 1,5 stunden, aber wir haben glatte 3 stunden gebraucht. es war auf dem stück durchweg stockender verkehr. wir waren wirklich sehr froh über unsere sitzplätze! nach und nach sah man autos mit offener haube, rauchend am strassenrand stehen. zum ende wurden es deutlich mehr, es ging auch gut bergauf und es wurde warm draussen.
also kamen wir um ca. 1100 endlich an der mauer an und der busparkplatz war total überlaufen. die touristenführer brüllten in ihre flüstertüten und wedelten mit ihren bunten wimpeln um die wette. wir mussten erstmal schnell da weg. da wir noch nichts gegessen hatten haben wir uns noch schnell was reingeworfen und machten uns dann auf die suche nach der seilbahn, welche uns auf den obersten turm der mauer bringen sollte. der plan war hochfahren und in ruhe runter gehen. an der bahn angekommen, wie wars anders zu erwarten, hatten aber wirklich ne menge chinesen den gleichen plan. die schlange war aber so lang, dass wir es gar nicht versucht haben.
also rauf und runter gehen. es war ja erst 1130 und wir kratzen an der 40° C marke…
schnell noch mit wasser eingedeckt und rauf auf das ding. auch wenn der teil stark restauriert wurde, war es beeindruckend zu sehen, wie sich die mauer die berge hoch schlängelte. der abschnitt stammt aus dem 15. – 16- jhdt und erstreckte sich so weit man gucken konnte.
es ging also erst bergauf und zwar teilweise so richtig steil. bei regen ist die mauer die reinste wasserrutsche, aber wir hatten ja glück mit dem wetter. naja, wie mans sieht, denn wir hatten inzwischen die 40° C locker geknackt. natürlich hatten wir wieder eine meer aus schirmen vor uns, aber das kannten wir ja schon. nach einer stunde waren wir oben angekommen und hatten keinen schweiss mehr. es war abartig heiss und das wasser schon lange weg. yi ping shui kostet sonst 1-2 yuan, aber die fliegenden händler wollten natürlich 5 yuan haben, die halsabscheider!! also ohne wasser, aus prinzip, wieder bergab.
da weder daniel noch thomas den ganzen stress mit der mauer wieder auf sich nehmen wollten, blieben die beiden im hotel, während wir völlig unter der sonne zu grunde gingen.
es waren fast keine westlichen gestalten unterwegs und darum mussten wir wieder für einige erinnerungsfotos der chinesen herhalten. manche fragten freundlich, manchen drückten uns aber auch nur ihre kinder in den arm und drückten ab. wir spielten immer brav mit. auf dem weg nach unten machten wir uns schon gedanken, wie wir überhaupt wieder zurück kommen sollen. immerhin wollen alle auf der mauer irgendwann zurück. unser hoffnung galt der abfahrtszeit. die meisten touristen bleiben wohl recht lange auf der mauer, die gg 1700 shliesst, aber wir waren ja zum glück früher dran.
nach 2,5 stunden waren wir fertig mit der mauer. es hat sich definitiv gelohnt, aber noch länger unter der sonne hätte uns wahrscheinlich den rest gegeben. nach einiger zeit hatten wir es sogar auch gepackt den richtigen bus zu finden, aber leider waren wir diesmal die armen, die einen stehplatz einnehmen durfte. man muss dazu sagen, dass die rückfahrt auch nur 2 stunden dauerte…
wir kamen also vollkommen fertig und schweiss gebadet wieder in beijing an, aber waren in der zeit zu knapp dran um noch mal in hotel zu gehen, da wir für den abend einen tisch beim japaner reserviert hatten. also schön verschmantet in den das doch etwas bessere resaturant, dekandenz 2.0!
wie schon in shanghai haben wir es uns nicht nehmen lassen, auch hier einmal beim japaner in völliger dekandenz zu speisen. wieder einmal ging es die karte rauf und runter und von rechts nach links. dazu mehrere flaschen rotwein und ein paar fläschchen sake. wir haben geschlagene 3,5 stunden durchgefuttert bis wir den platz räumen mussten. es war einfach der wahnsinn und hat sogar das massaker von shanghai in den schatten gestellt. es war ein gelungener abschied aus china. (auch ironischerweise wieder bei japaner)…

wir melden uns wieder aus der mongolei, leider aber ohne thomas der noch ein paar tage in china verbringen und dann zu heike zurück nach deutschland fliegen wird. der rest von uns begibt sich dann ab morgen auf den nächsten chaos-trip…

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