End of Trekking – Jomsom nach Pokhara

Nepal '12

zu beginn des trekkings, sagte man uns, dass es vier ganze tage dauern wuerde um von jomsom mit dem local bus zurueck nach pokhara zu kommen. unsere challenge, sofern wir sie annehmen: ein tag!!!
am abend zuvor hat max schon 2 tickets gekauft, damit es sofort mit dem ersten bus, um halb 7 losgehen konnte. die endstation dieses busses war nach ca. 3,5 stunden fahrt mit einer kurzen pause, der ort ghasa. dieser erste teil des trips war der komfortabelste. wir hatten plaetze in der ersten reihe ergattert und somit genuegend platz fuer die beine.
der bus war auch auf den ersten 10 metern gar nicht so voll wie bei den vorangegangenen fahrten. aber einen nervige und unseres erachtens wirklich abartige angewohnheit der nepalis ist es, dass sobald der bus nur angerollt ist, 20 personen aufspringen. das bedeutet u.a., dass der buss fuer die ersten 50 meter knapp 20 minuten benoetigt. irgendetwas muss immer noch geregelt werden, es gibt palaver hier palaver da und man kommt nicht vom fleck… da wuenscht man sich die deutschen verhaeltnisse: ist die tuer zu, dann ist sie zu und man muss auf den naechsten bus warten.
sei es drum, irgendwann fuhren wir dann endlich mit ziel ghasa.
die fahrt war zwar sehr holperig aber durchaus vertretbar.
als wir in ghasa ankamen und aus dem bus ausstigen drueckte sich ein kleiner junge an uns vorbei und begruesste ghase mit seinem gesamten mageninhalt, dierekt vor dem ausstieg. dieser wicht sollte uns den ganzen tag begleiten. als wir unser gepaeck vom dach heruntergeangelt hatten, kauften wir uns ein ticket fuer den naechsten bus. dieser deutlich kleinere bus wartete bereits auf die letzten gaeste. also gepaeck wieder aufs dach und hinein. drinnen die letzten plaetze auf der “bank” hintern fahrer, mit ruecken zur fahrtrichtung ergattert. und los gings, ziel beni. es war sehr eng im bus, da die meisten nepalis ihre saecke und anderen sachen immer mit in den bus nehmen wollen, statt diese aufs dach zu legen. man hatte kaum platz fuer die beine und dennoch stiegen immer mal wieder leute zu. diese standen dann in der tuer, die direkt neben uns war. es war sehr warm an dem tag und die fahrt wurde so richtig holprig. der ganze bus wurde durchgeschuettelt. von hinten hoerte man das wuergen unseres kleinen freundes, der inzwischen vom vater aus den fenster gehalten wurde. die strasse war kaum breiter als der bus und es ging gut runter an der seite. man konnte es durch die offene tuer gut sehen. natuerlich bestand diese nur aus geroell. also: voller bus, schlechte “strasse”, richtig warm und blick nach hinten…unser kreislauf und saemtliches wohlbehagen war passee!!! ohne richtige sitze flogen wir immer hin und her. so ging der ganze spass erstmal 2 stunden, dan gabs ne kleine pause. wir besorgten uns irgendwo in einem kleinen shop ein paar kekse um den kreislauf wieder einigermassen in den griff zu bekommen. wir waren soooo knapp davor, es dem kleinen jungen gleich zu tun. welcher natuerlich auch diesen ort vom trittbrett des busses aus begruesste (wie tim zu seinen besten zeiten).
da diese plaetze im bus nicht laenger vertretbar waren und ein paar leute ausstiegen, besorgten wir uns plaetze ganz hinten im bus. von da an sollte der kreislauf nicht mehr so leiden, aber die strecke wurde noch schlimmer.
bereits nach ein par metern wurde das holpern schlimmer. wir hoben staendig von den sitzten ab und knallten unter die decke. man wurde richtig misshandelt. sie stossdaempfer hatten ihrre beste zeit hinter sich und das ganze sollte stunden andauern. wir wussten nicht, ob wir lachen oder weinen sollten. nur max sitzpartner hatte so richtig spass. er fand es wohl unglaublich spannend neben so fremdartigen wesen wie uns zu sitzen und brabbelte uns die ganze zeit zu. das war ja noch ok, aber als er max dann anfing zu begrabbeln und zu streicheln, mussten wir ihn dann doch zurechtweisen.
die tatsache, dass ein local bus diese strassen und die erschuetterungen ueberhaupt aushalten konnte, machte uns echt stutzig, aber dann war es ja auch schon soweit und wir hielten schlagartig mitten auf der “strasse”.
nix ging mehr. alle raus und nach kurzem check, sahen wir die lenkstange des busses im staub liegen. also frage beantwortet. sie hielten das nicht aus.
der fahrer packte flott ein bischen draht aus der tasche und kroch unter den bus, der mit ein paar steinen daran gehindert wurde, allein weiterzufahren.
nach 15 min war das ding wieder wie neu und wir durften wieder rein. wir gingen nur widerwillig, da wir einfach nicht mehr in der lage waren noch mehr schlaege einzustecken. die beine waren total blau, die wirbelsaeule gestaucht und im kopf drehte sich alles. es war bis dato die beste busfahrt!!
aber es ging weiter. nach einer wirklich sehr langen weiteren stunde, die uns den absoluten rest gab, kamen wir endlich in beni an. erstmal veschnaufen….nope, war nicht! da stand der naechste bus nach pokhara!
ticket geholt, gepaeck aufs dach und weiter, keine gnade… nach lonely planet sollte diese strecke nur 2 stunden dauern. naja, es wurden natuerlich 4! war auch irgendwie nicht anders zu erwarten. der besten part ist immer, wenn wir irgendwo in der pampa halten und der busfahrer anfaengt etwas zu essen. dann steht man erstmal…aber wir regten uns nicht mehr auf, wir hatten vollkommen resigniert. wir sassen nur noch im bus und traeumten von einer dusche, einem essen und einem bett. so liessen wir die letzten stunden der fahrt ueber uns ergehen und erreichten dann in der dunkelheit endlich pokhara! zusammengefasst: 3 busse und ca. 12 stunden fuer keine 200 km. kein schlechter schnitt fuer nepal ;)
wir gingen direkt zu dem hostel, in dem wir unsere sachen zwischengelagert hatte und fragten nach einem zimmer…natuerlich alles voll! wir waeren fast geplatzt, aber der kleine mann von der rezeption brachte uns in ein partnerhostel und wir fanden ein bett fuer dich nacht. endlich!
danach gabs abendesse. natuerlich dal bhat, aaaaaber das erste bier seit 2 wochen :) wir sassen uns kreidebleich und voellig demoliert mit schleudertrauma gegenueber, aber hatten die challenge gewonnen!! in einem tag mit oeffentlichen verkehrsmitteln von 2800m runter nach pokhara 800m zu kommen. das bier hatte so richtig geknallt und wir gingen ins bett. ende aus.

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