Gobi Tag 4 – Yolyn Am to Khongoryn Els

Mongolia '13

Die letze nacht hatten wir in einer sehr schönen landschaft verbracht, auch wenn der halt wohl gar nicht so geplant war. Unser eigentliches ziel des vortages erreichten wir nach einer stunde fahrt. eric hatte sich etwas vertan und so mussten die beiden auch mit der nomadenfamilie verhandeln, bevor wir unser lager aufschlugen. Aber es schien alles gut geklappt zu haben und wir hatten die nacht gut überstanden. Es konnte also weiter gehen mit tag 4 in der gobi.

zunächst fuhren wir durch die steppe auf ein gebirge zu, bevor wir in eine enge schlucht einbogen. der ort wurde „ice valley“ genannt, da im winter eine dicke eisschicht die schlucht verschloss, aber jetzt im sommer war nur ein bach als anzeichen dafür vorzufinden. wir fuhren den bach entlang und unser buli wurde ganz schön gefordert. Generell gab es 2-3 momente, in denen selbst eric richtig zu kämpfen hatte. Wir mussten dann den bulli verlassen, eric hat auf allrad umgeschaltet und liess die reifen qualmen. Beim einsteigen mussten wir dann erstmal unser hab und gut neu ordnen, da es quer durch den wagen geflogen war. Wir hatten auch keine panne während des ganzen trips und der bulli war bestimmt nicht der jüngste. Es funktionierte auch keine einzige anzeige mehr. Der tacho stand generell auf 0km/h der km-stand hat sich bei ca. 378.000 verabschiedet und der tank war gemäss anzeige auch vollkommen leer.

Im ice valley wären wir gerne etwas länger gewandert, da es schon interessant war, aber eric und sophie hatten uns nicht viel zeit gelassen. Im nachhinein war es zwar schade, aber das hauptziel des tages hatte uns dann doch dafür entschädigt.
Nachdem wir das valley verlassen hatten, wurde die landschaft immer staubiger und wir konnten die ersten sanddünchen sehen. Wir näherten uns also der sand-gobi. Es gibt mehrere bereiche in der gobi, die sandwüsten sind und wir waren auf dem weg zum grössten zusammenhängenden gebiet, nach khongoryn els. Die sanddünen erreichen eine höhe von 300m und erstrecken sich über eine länge von 250km. Wir fuhren gut und gerne 2 stunden an den dünen vorbei, bis wir unser nachtlager erreichten. Hier waren auch mehr jurten zu sehen, als an den tagen zuvor. aber dennoch war der ort in keiner weise überlaufen. Wir hatten 2 jurten bezogen mit perfektem blick auf die dünen. So hatten wir uns die gobi dann doch vorgestellt. Wir waren auch am südlichsten punkt unserer tour angekommen.
Nach einer stunde pause in der jurte kam sophie rein und brachte uns zu unseren taxen, welche uns zu den dünen bringen sollten, da wir noch gut und gerne 1km entfernt waren. Uns guckten 6 verpeilte kamele an und wir durften aufsitzen. Wenn man noch nie auf so einem putzigen tierchen gesessen hat, ist das schon ein komisches erlebnis. Aber das kamel war wahrscheinlich von den 100kg gepäck auch nicht begeistert. Dann ging es auch schon in reih und glied, etwas wackelig los. Die biester sind einfach genial und sehen immer ein bischen arrogant aus. Hin und wieder guckten sie einen auch mal kritisch an, was das denn alles soll, aber dann verrichteten sie auch weder brav ihre arbeit. der karavananführer erklärte uns den befehl für vollgas: „tscho! tscho!“ und einen ordentlichen klapps auf den hintern. wenn die tierchen mal stoppten, konnten man sie so wieder animieren sich zu bewegen, aber in der praxis stoss man damit auch oft auf taube kamelohren. Nach einer kurzen pause zum wassertanken kamen wir dann auch, trotz einiger umwege, an den dünen an und mussten leider von da an zu fuss weiter gehen.

Die sonne hatte richtig kraft an dem tag und wir gingen auch recht schnell am stock, während wir die dünen erklommen. Es kam immer eine, die noch höher war. 2 stunden tobten wir uns hier aus und schossen auch so 2-3 fotos, während sich die sonne langsam nach unten bewegte. Auf dem rückweg sahen wir schon unseren bulli, der zum fuss der dünen gekommen ist und als wir näher kamen sahen wir auch eric und sophie. Wir waren keine 2 minuten angekommen, da drückte uns sophie auch schon das abendessen in die hand, die beiden hatten schon gekocht…der wahnsinn! Also sassen wir am fuss der dünen beim sonnenuntergang und wurden bekocht…wir kamen mal wieder gut zurecht ;)

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