Gobi Tag 6+7 – Bayanzag to Erdenedalai to Ulaan Baatar

Mongolia '13

der 6. und 7. tag waren schon fest für die rückfahrt eingeplant. Es war schon eine gute strecke die wir zurückgelegt hatten. Die landschaft wurde wieder grüner und wir knallten auch gut under gerne 7 stunden am tag durch. Gegen abend erreichten wir dann das städtchen „erdenedalai“, welches direkt durch seinen sowjet-charme bestechen konnte. Eine traurige anreihung von schiefen holz- und backsteinhäuschen, durchzogen von krummen holzzäunen und vereinzelten jurten. Es war wirklich keine schoenheit. Wir kamen in der jurte von sophie’s schwester unter. Im inneren fanden wir einen flatscreen, kühl- und gefrierschrank, sowie einen dvd-player vor. Das ganze kombiniert mit dem üblichen bunten kitsch war schon ein bischen komisch. Aber wir waren ja auch in einer „stadt“. Die familie war auf jeden fall wieder sehr nett und gastfreundlich.
Wir machten uns ein wenig später auf den weg, das städtchen zu erkunden. Nach 10 min fussmarsch fanden wir einen kleinen supermarkt. Das kühle bier schon im hinterkopf gingen wir hinein, als wir hinter uns schon die hupe eines wagens hörten, besser gesagt eine polizeiwagens. Noch ignorierten wir die kollegen, aber dann stieg einer aus und wunk uns etwas grimmig zu sich. Wir wussten zwar nicht warum, aber gehorchten mal. Der zweite polizist stiegt ebenfalls aus dem jeep und die beiden fingen an auf mongolisch auf uns einzureden. Wir versuchten ihnen zu erklären, dass wir nur englisch sprechen könnten und touristen seien. Sie verstanden nichts davon und fragten nach unseren pässen. Diese sollte man im ausland immer bei sich haben. hatten wir aber natürlich nicht. Besser gesagt lagen diese bei unseren rucksäcken in der jurte von sophies schwester. Diesen tatbestand versuchten wir den beiden zu erklären. Da sie nichts verstanden wurden sie noch grimmiger und machten uns klar, dass wir einsteigen sollten. Wir waren noch keine stunde in der stadt und schon hatte uns die polizei eingesackt. Einmal im jeep versuchten wir weiter unser bestes, die beiden vertreter des mongolischen gesetzes zu unserer jurte zu steuern. Diese erledigten aber unterdessen ein paar andere tätigkeiten. Sie fuhren durch die stadt und quatschten mit den ureinwohnern. Langsam wurde es uns auch etwas mulmig. Wir versuchten weiter sie zu unserer jurte zu steuern, aber wo war die noch gleich!?! Es sah alles gleich aus in dem ort, keine schilder oder nummern an den häusern, zäunen, was auch immer. Nach der dritten falschen beschreibung wurden unsere beiden freunde im vorderen teil des jeeps auch langsam etwas ungehaltener. Nach einer gefühlten ewigkeit erreichten wir unsere jurte. Sophie und eric guckten etwas verdutzt. Wir durften aussteigen und versuchten sophie die situation zu erklären…sie konnte leider bekanntlich kein englisch. Wir holten schnell unsere pässe und schickten sophie mit diesen zu den polizisten. Nach 10min diskussion fuhren die beiden dann endlich weiter…warum die beiden uns letzten endes eingesackt hatten wissen wir nicht. Wahrscheinlich wollten sie nicht, dass man fotos von der stadt macht, was wohl alle machen, oder hatten einfach langeweile.
Was während der ganzen aktion leider völlig in vergessenheit geriet, war unser eigentiches ziel ein kühles bierchen zu kaufen. Wir wollten also wieder zu fuss los, immerhin sollte ja alles nun geregelt sein, aber sophie stoppte uns. Sie und eric wollten uns zum shop fahren, sie erklärte: „i’ll protect you!“. Das fanden wir so putzig, dass wir uns fahren liessen ☺
Wir bekamen unser bier und schafften es sogar den fernseher zum laufen zu kriegen. Genau pünktlich zum 100m finale in moskau. Der abend war gerettet…
Am nächsten morgen verliessen wir das städtchen und machten uns auf direktem weg nach ulaan baatar. Wir verbrachten auch wieder gute 6 stunden in unserem bulli, der uns inzwischen ans herz gewachsen war. Nach einem letzten mittagessen erreichten wir dann gegen 1600 unser ziel, aber irgendwie auch nicht. Kurz vor der stadt stoppten wir. Eric erklärte uns, dass wir nicht weiterfahren dürfen, da unser kennzeichen ungerade ist. An diesem tag waren nur gerade ziffern erlaubt, der umwelt zu liebe. Wir fragten uns, während wir auf das 50m entfernte kohlekraftwerk aus alten sowjetzeiten anfang der 80er jahre schauten, ob sich die aktion wirklich lohnt, aber gut. Wir stiegen aus und nahmen unsere sachen. Dieser letzte teil der tour war leider nicht gut organisiert, denn wir warteten 40min bis die beiden endlich 2 taxen anhalten konnten, in welche wir uns dann reinzwängten.
Eine stunde später waren wir dann endlich am hostel und etwas geschlaucht. Wir bezogen unser zimmer und verschoben alles auf die nächsten tage in ulaan baatar…

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