Irkutsk – Willkommen in Sibirien

Russland '13

Wir kamen bei bestem wetter in irkutsk an und hatten keine ahnung von der stadt. wir wussten nur, dass irkutsk die hauptstadt ostsibiriens ist und an der angara, dem abfluss des baikals liegt. wir gingen mit unserem marschgepäck drauf los und die sonne brannte. nach 15min kamen wir an unserem admiral hostel an, welches zum glück mitten im zentrum lag. das hostel war vollkommen in ordnung und man konnte die küche mit nutzen, kaffee und tee inklusive, was uns sehr entgegen kam.
wir erkundeten anschliessend die stadt und stellten fest, dass diese wirklich schön ist. natürlich hatten wir absolutes wetterglück, denn im winter kanns hier ganz schön deprimierend sein (naja bei durchschnittlich -25°C kann man das nachvollziehen). im 19 jhdt zerstörte leider ein brand dreiviertel der alten holzhäuser, die irkutsk ausmachten, aber hin und wieder tauchen hier und da ein paar im stadtbild auf.
man kann irkutsk im wesentlichen zu fuss erkunden, aber wenn man doch mal keine lust zu laufen hat, dann hilft einem die tram oder der trollibus. für 12 rubel kann man recht simpel überall in der stadt hin und her fahren. entlang der hauptstrasse kann man in vielen kantinenähnlichen restaurants für einen fairen preis essen gehen. das einfache, russische essen ist vor allem nach china und der mongolei eine gute abwechslung. da in fast allen restaurants die karten auf kyrillisch gedruckt sind, ist es auch sehr von vorteil, wenn man in einer kantine einfach auf das essen zeigen kann. wenn man aber kein russisches essen haben will, dann kann man einfach eine der 6 subway-fillialen der stadt aufsuchen, die nie mehr als 5min voneinander entfernt sind. sonst findet man hier nirgends ein mäkkes oder ähnliches, aber genug subway für halb sibirien…
die menschen in der stadt waren rundum sehr freundlich und kamen auch des öfteren auf uns zu, wenn wir mal wieder etwas ratlos in die gegend schauten. sei es beim versuch essen zu ordern, oder den weg nicht wussten. die jüngeren konnten auch gut englisch, einige sogar deutsch, womit wir gar nicht gerechnet hatten. die etwas älteren mütterchen texteten uns wohl grundsätzlich auf russisch zu, schafften es aber dennoch uns mit händen und füssen dann weiterzuhelfen. wir waren etwas voreingenommen nach russland eingereist, aber wurden vom gegenteil überzeugt. auch wenn wir hier nur von irkutsk sprechen können.
so schön es in der stadt auch ist, nachdem man alle alten häuser und kirchen gesehen hat, sollte man dann doch richtung baikalsee fahren. auch für uns war der see das wirkliche ziel dieses zwischenstops. es gibt von irkutsk aus 2 beliebte ziele für einen abstecher zum see. zum einen die insel olkhon, welche uns auf grund der einzigartigen landschaft von zig backpackern ans herz gelegt wurde und das kleine städtchen listvyanka, welches wohl etwas touristischer sei. da die insel gerne noch mal 7 stunden busfahrt entfernt ist von irkutsk und wir schon beim besten willen genug strecke zurückgelegt hatten, entschieden wir uns für listvyanka, welches nur ein stündchen weiter am see lag.
wir fuhren zum busbahnhof, welcher eigentlich keiner ist und stiegen in einen minibus ein. dieser brachte uns für 100 rubel pro nase zum see. die fahrt war gemäß der russischen manier etwas rasant, die strassen etwas zerbröckelt. wie eine schneise wurden die strassen kerzengerade durch den dichten birkenwald gebaut, dabei ging es wie auf der achterbahn immer schön rauf und runter. uns standen die haare etwas zu berge, aber nach einer knappen stunde erreichten wir dann schon den see.

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