Tiger Leaping Gorge – und es tut einfach alles weh!

China '13

Morgen zusammen,
nach einigen Tagen melden wir uns wieder zurück.
Von dem netten Örtchen Lijiang sind wir vor 3 Tagen in Richtung Tigersprungschlucht aufgebrochen. Ein sehr schönes Trekkinggebiet, immer am Yangtze entlang. Dieser massige Fluss zwängt sich hier durch eine enge Schlucht hindurch und nimmt gut fahrt auf! Diese Szenarie wird von 5000m hohen Bergen eingerahmt und wir mittendrin…
wie schon gesagt, schones Gebiet zum wandern…aber das Wetter wollte nicht ganz mitspielen ;)
Nachdem wir am Tag zuvor die erste Biegung des Yangtze besichtigt hatten ging es mit Marschgepäck los die Berge hoch. nach 2 Stunden begann es dann wohl auch zu regnen und die Wege wurden etwas glatt und schwer zu passieren. nach ca. 500 höhenmetern war der puls bei ca. 250 und die beine haben dezent gebrannt. aber es ging immer weiter und weiter…. der yangtze war am höchsten punkt 1000m unter uns, aber es war immer noch zu hören mit welcher kraft sich der fluss durch die schmale schlucht zwängte.
wir waren inzwischen nass bis auf die knochen, die rucksäcke wurden immer schwerer, aber es ging weiter…
nach guten 8 stunden marsch erreichten wir endlich das halfway-guesthouse und es tat einfach alles weh.
nach einer langen dusche, einem ausgiebigen essen und ein paar bier sind wir dann nur noch ins bett gefallen.
das halfway war richtig klasse, man hatte eine geniale aussicht auf die schlucht. aber nicht nur von den zimmern, selbst die toiletten (also die rinne im boden) waren nach aussen komplett offen zur schlucht. wenn man sich einmal dran gewöhnt hat, war das eine gelungene abwechslung.
der nächste tag verlief weitaus humaner und trockener. es ging jetzt fast nur noch bergab und nach ein paar stunden kamen wir zu seans guesthouse. hier blieben wir aber nur zum schlafen, denn ein paar meter weiter konnte wir bei einer tibetischen familie essen und dort verbrachten wir auch den abend.
als es später wurde haben die frauen des hauses sich umgezogen und tibetische tänze aufgeführt…das war dann wohl für uns das zeichen zum hostel zurück zu gehen. tibetische tänze sind halt nicht jedermanns sache…
am nächsten morgen ging es dann runter zum fluss. es war höllisch laut und die wassermassen türmten sich meterhoch…von oben sah das ganze noch etwas harmloser aus. unweit der stelle soll auch der tiger gem. der legende über die schlucht gesprungen sein, aber uns schien der sprung doch etwas utopisch. selbst wenn man dem glauben würde, dass das tierchen ca. 20 meter weiter springen konnte, so bot doch die gegenüberliegende 500m hohe steilwand keine adequate landemöglichkeit…naja schöne legende.
nach 3 doch etwas anstrengenden tagen sind wir gestern abend in dali angekommen und werden hier ein paar tage durch die altstadt bummeln und es etwas ruhig angehen lassen.
unsere reiseroute haben wir etwas abgeändert und so geht es schon ein wenig früher nach norden um dem nassen wetter zu entkommen. es geht also etwas früher in die innere mongolei als erwartet.
das wetter kann hier in der provinz yunnan zu dieser jahreszeit einfach sehr schnell umschlagen. gerade für heute waren 15mm niederschlag vorhergesagt worden, aber wir sitzen hier bei blauem himmel und trinken ein käffchen…

wir melden und bald wieder,
bis dahin!

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