Trekking Tag 12 – Mukthinat 3800m nach Jomsom 2800m

Nepal '12

Finale etappe! letzter tag des treks!
also erstmal einen jeep suchen. ihr koennt jetzt sagen, was ihr wollt, aber mit unseren knien war das einfach noetig. wir haben die tage schon immer versucht ein zimmer im erdgeschoss zu bekommen. die besagten gelenke waren echt im eimer…
hier in mukthinat war das auch moeglich einen jeep zu bekommen, denn fue viele touristen ist der trek hier generell vorbei. und zu unserer verteidigung: wir wollten nur die erste haelfte des tages mit dem jeep fahren (sehr steil) die zweite gehen (nicht ganz so steil). was also mehr ist, als die meisten machen!!!
naja, also los jeep suchen. kein problem. schnell gefunden, ticket geholt und noch ein paar minuten gewartet. dann kam das kleine maennlein aus dem kassenhaus zu uns und setzte uns persoenlich in den jeep.
wir beschreiben das ganze prozedere hier so ausfuehrlich, da die fahrt dann etwas verwirrend wurde.
wir sassen also 100%ig im richtigen jeep. wir fuhren los. das allein war schon ein abenteuer. unsere bandscheiben leiden heute noch!! aber nach 30 min hielten wir an. kleines dorf.
es kamen 6 aeltere typische nepalesische bauern-frauen und die fingen an zu schnattern und zu schimpfen!!! aber so richtig. natuerlich in landessprache. ein mann kam dazu und erklarte uns in sehr gebrochenem englisch, dass dies der local jeep sei und wir sollten raus! uns sei es nicht erlaubt, in einem local jeep zu fahren. (rassismus??) da wir aber nun schon laenger in diesem land zu gast waren und auch schon so einige konflikte hinter uns hatten, erklaerten wir dem mann und den 6 frauen auf recht deutliche weise, dass wir diesen jeep NICHT verlassen werden und sie es ja gerne versuchen koennten uns da raus zu holen. wir versuchten hoeflich zu bleiben, versuchten!!
nach 20 min geschnatter und wildem gestikuklieren ging es dann endlich weiter. wir, die unbeliebten, und die anderen. die haben uns echt gehasst und die ganze fahrt ueber uns hergezogen. auch wenn man deren sprache nicht spricht, merkt man das und es gibt keine nepalesisches wort fuer “local jeep” :)
30 min spaeter hielt die karre erneut. es wollten noch mal 5 aeltere frauen rein. es wurde eng!(hier sei noch mal erwaehnt, es war ein jeep, kein bus!) die 5 machten natuerlich direkt bei der hasskampagne der anderen mit und von da an hackten sie mit 11 leuten auf uns rum. es ging weiter. 30min spaerter…richtig! noch mal 3!
da wir beide etwas breiter gebaut waren als der standardtyp “nepali bauernfrau ueber 50″ wurde es so richtig gemuetlich. die wollten das nicht ganz verstehen, das wir etwas breiter waren. max’s sitznachbarinnen, die schon eher auf seinem schoss sassen, versuchte ihn immer wieder mit druecken und hauen mehr zu mir zu schieben, aber das war leider nicht moeglich. der einzige, der spass hatte und dabei absolut keinen plan und keine meinung, war der fahrer. dem war alles scheiss egal.
nach insgesamt 2 stunden jeepfahrt erreichten wir endlich das doerfchen Kagbeni und operierten uns aus dem jeep heraus. wir haetten besser laufen sollen….
nachdem das blut auch wieder den weg bis in die beine gefunden hatte, suchten wir erstmal was zu essen. wir fanden einen laden, der sogar lavazza bohnenkaffee anbot und tranken dort unseren ersten richtigen kaffee seit abflug duesseldorf. dazu gabs ein stueck yak-kaese, welcher echt klasse war!
von dort an gings dann weiter nach jomsom. der groesste teil des weges verlief durch ein trockenes flussbett und war landschaftslich auch wieder sehr beeindruckend. leider wurde der wind immer staerker, da die berge einen natuerlichen kanal bildeten. wir wurden teilweise richtig weggepustet. wie die beduinen, gegen den sand vermumt, ging es 3 stunden bis nach jomsom, dem absolut letzten ort fuer diesen trek!schnell ein zimmer gesucht dal bhat bestellt, weches hier viel zu mickrig ausfiel, und bustickets fuer den naechsten tag nach pokhara besorgt.
die reise mit dem bus von jomsom (2800m) nach pokhara (800m) sollte ein interessantes abenteuer werden. mehr dazu im naechsten blog….

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