Trekking Tag 7+8 – Humde 3330m nach Manang 3540m + Akklimatisierungstag

Nepal '12

Nach dem echt harten Trek des Vortages war es zum Glueck nur ein kleine Stueck bis nach Manang. Wir gingen morgens los und sollten das Trekker-Mekka des Annapuran Circuit nach nur 3 Stunden und ein paar hoehenmetern erreichen. Die Knie machten sich aber auch schon heute morgen wieder sehr bemerkbar. Der Abstieg nach Humde, Tags zuvor, hatte denen wirklich den Rest gegeben.
Die Landschaft glich einer Mondlandschaft, blieb auch nach Manang so.
Dort angekommen, sicherten wir uns ein Zimmer im Yak-Hotel, welches sogar eine WARME DUSCHE im zimmer hatte. Es war wirklich das Trekking ElDorado dort oben. Man haette seinen Rucksack auf dem Weg verlieren und dort bequem alles neu kaufen koennen. Wir entschieden uns dazu ein paar Wanderstoecke zu kaufen, damit wir die Knie etwas entlasten koennen. Das war, wie sich herausstellen sollte, eine wirklich gute investition. Ohne die Dinger haette der Rest des Treks vielleicht nicht funktioniert.
Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten, wollten wir die Stoecke direkt mal ausprobieren und klar nach dem motto “climb high, sleep low” noch ein paar hoehenmeter ohne rucksack zuruecklegen.wir entschieden uns einfach richtung gletscher zu wandern, der praktisch direkt vor manang in einen kleinen gletschersee endete.
Generell war die Landschaft dort einfach der wahnsinn.vielleicht beschreiben wir diese in unserem blog immer etwas knapp, aber man muss das ganze auch einfach gesehen haben. (wir haben oft versucht fotos hochzuladen, aber die verbindung ins netz ist in jeder stadt hier ein abenteuer/ disaster)
Manang liegt auf einem kleinen plateau. man hat einen perfekten panoramablick auf die “richtigen” berge, also alles ab 6-7 tausend meter. man kann den gangapurna gletscher perfekt sehen, wenn auch der groesste teil erst spaeter sichtbar werden sollte.
nach unserem kleinen trip gings zurueck ins hotel. WARM DUSCHEN und das wars auch eigentlich fuer den tag.
Am naechsten Morgen war unser Aklimatisierungstag. In dem meisten Guidebooks und Beschreibungen ist dieser Tag in Manang empfohlen worden um sich an die Hoehe zu gewoehnen. Da wir die AMS (altitude mountain sickness) ziemlich ernst nahmen, machten wir das natuerlich auch.
Aaber den ganzen tag nur stumpf rumsitzen wollten wir nicht. konnten wir vor allem nicht, da man sich schon einen festen rythmus angewoehnt hatte.
Uuns wurde empfohlen das monkhouse zu besuchen. wir haben dann naeher erfahren, dass es sich um eine kleine huete handelt, welche direkt an manang grenzt. die entfernung stimmte. weit weg war die so gesehen nicht, aber dafuer 500m direkt nach oben im steilhang hinter manang.
dort sollte ein 100 jahre alter moench leben, den man besuchen kann…gutes training fuer den pass, also hoch da!
der aufstieg war fuer tim ohne seinen rucksack um sooooo vieles leichter! das war das schoene am “ruhetag”, man blieb einfach in der gleichen stadt. es ging zwar sehr steil nach oben, aber wir waren gut drauf, unsere knie hielten, dank der stoecke auch einigermassen und so waren wir nach gut einer stunde schon oben.
wir fanden tatsaechlich die kleine huette und schon standen wir beim moench vor der tuer.
eine aeltere frau machte uns den weg frei, welche sich als seine tochter heraustellte, uns bat uns hinein. kurz darauf kam auch der moench persoenlich daher. wir bekamen beide einen tee angeboten und durften uns dann vor den moench knien (was echt schmerzhaft war, da die knie ja ziemlich gelitten hatten) und bekamen von ihm glueck fuer die passueberquerung zugesprochen und einen segen. dazu gabs noch ein baendchen (das passender weise schwarz rot golden war) um den hals. wir waren sehr von dem moench angetan, auch wenn er nur 96 jahre alt war und nicht 100. sicher war nur, dass er den berg, bzw. den steilhang nie wieder verlassen wuerde. irritierend war dann nur noch, dass selbst er uns auf einmal eine kette andrehen wollte fuer 500 rps (viel zu teuer!!), was unser bild von der heiligen idylle doch etwas zerstoerte. wir lehnten verwundert ab, tranken den tee aus dann gings wieder hinunter.
vorbei an den ersten yaks, die wir auf dem trek zu sehen bekamen, gings in 1,5 stunden wieder nach manang. die knie meckerten dabei schon etwas mehr, aber es sollte ja auch in 3 tagen wieder bergab gehen und soweit wollten wir einfach nicht denken…
der tag endete mit einem dal bhat, einem taiwanesen, den wir schon mal irgendwo getroffen hatten und einer weiteren HEISSEN DUSCHE, die wir erst tage spaeter wieder bekommen sollten….

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