Xi’an – Viele Chinesen und viel Terracotta

China '13

Abend zusammen,
wir haben jetzt genau 0212 ortszeit und sind im hostel angekommen…los ging es heute morgen mit dem wecker um 0615. es folgten minivans, ein hardsleeper und lucky air…aber mehr berichten wir morgen, da wir einfach total platt sind…leider ist unser hostel völlig überbucht und so mussten wir unser schoenes dreibett dorm ohne bad gegen 2 deluxe zimmer mit tv, bad und aircon und eintauschen. der preis bleibt natürlich der gleiche, 60 ocken pro nase (Yuan, versteht sich). ja man hat es schwer als backpacker…

Was macht man in xi’an…das städtchen hat eigentlich nicht allzuviel zu bieten, wären nicht in den 70er jahren ein paar bauern beim graben eines brunnens auf ein paar tonfiguren gestossen. Später kamen ein paar archäologen dazu und fertig ist die bekannte terracotta arme. Am ersten tag in xi’an haben wir uns die stadt selber angeschaut und bis auf einen interessanten muslimischen teil hat die 5 mio stadt mal wieder nicht so viel schoenheit zu bieten (5 mio offiziell 8-10 mio werden geschätzt) die städte sprengen hier einfach alles.
Also ging´s am nächsten morgen zu den bussen, die uns für 7 yuan die 1,5 stunden zu den soldaten fahren sollten. Auf dem weg haben wir in geübter weise die angebote von nervigen taxifahrern abgelehnt, die uns für eine unsumme hinfahren wollten. Wir wussten ja wie es günstig geht…am vortag waren wir schon am bahnhof gewesen und hatte die richtigen busse herausgesucht. Schien alles sehr einfach. Als es dann losgehen sollte, waren wir aber nicht allein auf dem weg zum bus. Gefühlt halb xi’an wollte mit. Die schlange vor den bussen war abartig! Was soll man machen…schoen nach vorne gehen und in die schlange drängeln. Unterwegs haben wir noch einen engländer getroffen, der das ganze spiel mitgemacht hat. Das problem war, dass wir als einzige langnasen doch irgendwie aufgefallen sind. Man hat es als einzige westliche gesichter in der stadt auch echt nicht einfach. Ein paar chinese haben uns verpfiffen und nach 5 min anstehen war die mission auch schon gescheitert (war an dreistigkeit auch wohl kaum zu überbieten)
Da wir jetzt zu viert waren und nicht 2-3 stunden warten wollten gingen wir dann doch wieder auf die taxifahrer zu und haben diese dann überzeugen können uns für die hälfte zu fahren. Im nachhinein war diese entscheidung auch sehr praktisch, da der taxifahrer vor ort auf uns gewartet hat. Ein busfahrt zurück wäre nämlich auch noch mal spannend geworden.
Die terracotta armee war auf jeden fall eine reise wert, auch wenn man irgendwann irre wird, dass man alles in china nur in begleitung von menschenmassen besichtigen kann.
Am gleichen abend sollte es dann mit dem softsleeper weiter gehen, immer richtung norden, in das städtchen datong. Und natürlich gab es pünktlich, als alles im hostel startklar war, einen dicken wolkenbruch, den ersten seit tagen. Wenn es regnet bekommt man in den städten natürlich auch keine taxen mehr, also ging es mit vollem marschgepäck bei regen und ca. 30° ab zur bushaltestelle und rein in den vollen bus..es gibt nichts schoeneres…wir sagen uns jedes mal, dass wir ein taxi nehmen, aber es klappt nie!!! Am bahnhof angekommen haben wir wieder einmal realisiert, dass reisen in dem land ohne chinesisch kenntnisse absolut nicht machbar ist. Es gab nicht einen arabischen buchstaben am ganzen bahnhof und die menschen guckten uns an, als wären wir gerade frisch vom planeten zorc auf die erde gebeamt worden. Ohne thomas würden wir da imnmer noch sitzen…
Einmal im zug war dann alles wieder sehr entspannend und wir tuckerten gemütlich die nacht über nach datong, wo wir gestern nachmittag angekommen sind.

Soweit schon mal…

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